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INSTITUT FÜR MEDIZINISCHE INFORMATIK, STATISTIK UND EPIDEMIOLOGIE English Website

3LGM²-basiertes Referenzmodell für die digitale Archivierung von Patientenunterlagen

Abstract

Bei der Einführung eines digitalen Archivs in einem Krankenhaus steht der Informationsmanager vor einer schwierigen Aufgabe. Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von Produkten, die für die digitale Archivierung angeboten werden. Da die Anbieter zum einen keine einheitliche Terminologie und zum anderen auch unterschiedliche Techniken und Lösungsarchitekturen verwenden, ist ein Vergleich der einzelnen Produkte schwierig. Das Ziel der Diplomarbeit bestand darin, ein Referenzmodell für die digitale Archivierung von Patientenunterlagen mit Hilfe des 3LGM²-Baukastens zu erstellen. Aus dem Referenzmodell kann der Informationsmanager durch Konkretisierung spezielle Modelle ableiten. Unter Bezugnahme auf das Referenzmodell ist somit ein Vergleich der einzelnen Produkte möglich. Weiterhin ist erkennbar, wie sich das digitale Archiv in das vorhandene Informationssystem eines Krankenhauses einfügen würde.

Um zu zeigen, dass sich aus dem Referenzmodell spezielle Modelle ableiten lassen, wurden die zur digitalen Archivierung angebotenen Produkte der Firmen d.velop AG, Heydt-Verlags-GmbH, forcont business technology GmbH und EMC² mit dem 3LGM²-Baukasten modelliert. Die Modellierung erwies sich trotz des vorhandenen Referenzmodells als schwierig. Dies lag zum einen daran, dass die Firmen zur Beschreibung ihrer Produkte firmenspezifische Namen verwenden, aus denen nicht immer klar erkennbar ist, welche Komponente sich eigentlich dahinter verbirgt. Zum anderen waren für die Modellierung zusätzliche Informationen notwendig.

Zum Abschluss erfolgte ein Vergleich dieser Produkte mit dem Referenzmodell. Bei diesem Vergleich war zu erkennen, dass das Produkt EMC Centera als Ergänzung zu den Produkten d.3, HYDMedia und forcont factory zu sehen ist. Die Unterschiede zwischen den Produkten d.3, HYDMedia und forcont factory waren vor allem auf der logischen Werkzeugebene zu finden. Während das d.3- System und HYDMedia zusätzliche Module anbieten, ist beim Produkt forcont factory unter Umständen der Kauf von Modulen eines Drittanbieters erforderlich. Auf der fachlichen Ebene im 3LGM²-Modell sind mit Ausnahme auf zwei Aufgaben keine Unterschiede bei der Erledigung der Aufgaben zwischen den einzelnen Produkten festzustellen. Die Produkte verfügen somit über ähnliche Funktionalitäten. Da die Produkte d.3, HYDMedia und forcont factory reine Softwareprodukte sind, ist kein Unterschied auf der physischen Werkzeugebene feststellbar.

PDF Diplomarbeit Sabine Lehmann (6,0 MB, 151 Seiten)
Letzte Änderung: 07.09.2016 Zeit: 0,013 s