Analyse hochdimensionaler Mikrochipdaten
Hochdurchsatz-Technologien spielen derzeit eine bedeutende methodische Rolle in der biologisch-medizinischen Forschung.
Hochdurchsatz-Technologien erlauben die gleichzeitige Messung von vielen Tausenden von biologischen Messgrößen.
- In der Genexpressionsanalyse kann mit einem Mikrochip an einer Gewebeprobe der Aktivitätszustand nahezu aller ca. 40.000 menschlichen Gene bestimmt werden.
- Mittels komparativer Genom-Hybridisierung (CGH) kann auf einem Mikro-Array mit hoher Auflösung die Kopienzahl von DNA-Abschnitten z.B. in Tumorgewebe untersucht werden, um genetische Veränderungen zu detektieren.
Alle diese Messdaten sind extrem hochdimensional (~ 10 Mb pro Messung) und erfordern besondere Analysemethoden. Aufgrund der Menge und Komplexität der durch Hochdurchsatz-Technologien erzeugten Daten, stoßen klassische statische Analyseverfahren zum Teil an Ihre Grenzen.
Ziel der Arbeiten innerhalb des Projektbereiches "Analyse hochdimensionaler Mikrochipdaten" ist die Entwicklung und Anpassung statistischer Methoden, welche eine adäquate Verarbeitung, Beschreibung und modellierende Interpretation dieser hochdimensionalen Datenstrukturen ermöglichen.
Unsere Forschungen erfolgen zum Teil in enger Kooperation mit dem Interdisziplinären Zentrum für Bioinformatik (IZBI).
Für Studenten der Bio- und Medizininformatik wird im Sommersemester regelmäßig eine Vorlesung zur Auswertung von Genexpressionsdaten gehalten. Im Wintersemester wird ein Praktikum dazu angeboten. Diplomanden sind in unere Projekte eingebunden.
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