Ontologien in der Medizin
Vorstellung und Arbeitsgebiete
Die Forschung auf dem Gebiet der Ontologie gewinnt zunehmend an Bedeutung für die Wissensmodellierung, für die semantische Fundierung der Wissensrepräsentation und für die Entwicklung von Metamodellen im Bereich der praktischen Anwendungen. Für die Grundlegung dieses modernen Forschungsgebiets ist es von Bedeutung, die gemeinsamen wissenschaftlichen Prinzipien und Methoden herauszuarbeiten, die sich aus den gegenwärtigen Werkzeugen, Methodologien und den Anwendungen ergeben. Von besonderem Interesse sind Fragestellungen und Probleme der Konzeptualisierung von Wissen, der Wissensrepräsentation, der Verallgemeinerung und Vertiefung der axiomatisch-deduktiven Methode, der deskriptiven Metaphysik, der Semantik der natürlichen Sprache und der praktischen Anwendungen im Bereich der Medizin.
Unsere Ziele in der Forschungsgruppe Onto-Med sind:
- Grundlagenforschung in der formalen Ontologie
- Formale Werkzeuge für den Aufbau von Ontologien
- Ontologien in der Medizin
- Rechnerbasierte Anwendungen
Aus diesen Zielen ergibt sich eine Dreiteilung unserer Forschung in die folgenden Arbeitsgebiete:
Theorien
Das Ziel der theoretischen Fundierung ist die Entwicklung, die Analyse und die Axiomatisierung von allgemeinen Basisontologien (Top-Level Ontologien) sowie ihre Integration in ein einheitliches System. Ein derartiges Referenzsystem von allgemeinen Ontologien ist die Grundlage für einen formalen Rahmen, der den Aufbau und die Repräsentation von domänenspezifischen und generischen Ontologien unterstützt.
Konzepte
Die Forschung im Bereich der Konzepte widmet sich
- der Entwicklung formaler Werkzeuge und Methoden für den Aufbau und die Repräsentation von Ontologien,
- dem Aufbau einer Entwicklungsumgebung für die ontologische und konzeptuelle Modellierung,
- dem Aufbau von generischen und domänenspezifischen Ontologien in verschiedenen Bereichen der Medizin und Biomedizin.
Anwendungen
Im Bereich der Anwendungen werden verschiedene Softwarewerkzeuge für den medizinischen Bereich entwickelt. Der Fokus hierbei liegt auf der rechnerbasierten Unterstützung der medizinischen Behandlung auf der Basis von Guidelines mit dem Ziel der Qualitätssicherung in der Medizin. Diese Softwarewerkzeuge werden verschiedenen medizinischen Experten von niedergelassenen Fachärzten bis Ärzten in Universitätskliniken im Internet bereitgestellt.
Weitere Informationen über die Forschungsgruppe finden Sie auf unserer Homepage.
Mitarbeiter
Wissenschaftliche Mitarbeiter & Doktoranden
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Studentische Hilfskräfte & Diplomanden
- Joshua Bacher
- Michael Backhaus
- Nomunbilegt Batsukh
- Torsten Frohn
- Karl G. Hartmann
- Alexander Heußner
- Axel Hummel
- Magnus Knuth
- Patrick Kongtso
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Assoziierte Mitglieder
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Ehemalige Mitarbeiter
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