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INSTITUT FÜR MEDIZINISCHE INFORMATIK, STATISTIK UND EPIDEMIOLOGIE English Website

Biometrie und Monitoring von multizentrischen randomisierten Therapiestudien zum hochmalignen Non-Hodgkin-Lymphom
Clinical trials of the German high grade NHL study group (DSHNHL)

Die DSHNHL führt seit 1993 Studien zur Verbesserung der Behandlung von Patienten mit hochmalignen Non-Hodgkin-Lymphomen durch. Im Rahmen der geöffneten 3. Studiengeneration wurden in die FLYER-Studie 592 Patienten, in die UNFOLDER-Studie 700 Patienten, in die MegaCHOEP-Studie 450 Patienten und in die DENSE-R-UP-Studie 268 Patienten eingebracht. Für die Patienten unter 60 Jahren mit sehr gutem Risikoprofil wird in der FLYER-Studie geprüft, ob die sehr guten Therapieergebnisse der Chemo-immunotherapie (R-CHOP) auch unter Weglassung von Chemotherapiezyklen (4 statt 6) beibehalten werden können. Für die jungen Patienten mit mittlerem Risiko wird die Zeitintensivierung der Chemo-therapie (14- statt 21-tägige Intervalle) und der Stellenwert der Strahlentherapie im Rahmen der UNFOLDER Studie überprüft. Die Studie wurde kürzlich geschlossen und eine Auswertung ist in Vorbereitung. Innerhalb der MegaCHOEP-Studie konnte gezeigt werden, dass die Hochdosistherapie für junge Hochrisikopatienten nicht besser ist als 8 Zyklen einer konventionellen Chemoimmunotherapie. Es wurde anschließend innerhalb des konventionellen Armes überprüft, ob die Intensivierung des Rituximab (12x statt 6x) möglich ist. Die Auswertung hat gezeigt, dass 12xR im Vergleich zu 6xR keine weitere Verbesserung des progressionsfreien Überlebens bringt. In der DENSE-R-UP-Studie wurde für ältere Patienten überprüft, ob das schlechtere Therapieergebnis von Männern im Vergleich zu den Frauen durch eine höhere Rituximabdosis für Männer ausgeglichen werden kann. Eine Auswertung wurde durchgeführt und zeigte eine Verbesserung des Therapieergebnisses für die Männer. Für das Kollektiv der T-Zellpatienten wird im internationalen Verbund der Stellenwert des Antikörpers Alemtuzumab im Rahmen der Chemotherapie mit CHOP geprüft. In die ACT-1-Studie für die jüngeren Patienten wurden 136 Patienten eingebracht und in die ACT-2 Studie für die älteren Patienten 116 Patienten. Die Abschlussauswertungen der beiden T-Zellstudien sind in Vorbereitung. In einer weiteren T-Zellstudie wurde die autologe Transplantation mit der allogenen Transplantation verglichen. Die Studie wurde wegen Nichtüberlegenheit der allogenen Transplantation mit 104 Patienten vorzeitig geschlossen. Es wird derzeit eine große Phase-III-Studie für das ältere Kollektiv der B-Zellpatienten durchgeführt. In dieser Studie wird der Stellenwert des liposomalen Vincristins im Vergleich zu dem konventionellen Vincristin, sowie das dosisintensivierte Rituximab (12x) mit dem konventionellen Rituximab (8x) verglichen. Es wurden schon 784 Patienten eingeschlossen. Das IMISE ist an der Entwicklung neuer Studienkonzepte beteiligt, führt die biometrischen Auswertungen durch und ist z. T. auch für das Daten¬management verantwortlich. Erstmalig führt die Deutsche Studiengruppe für Hochmaligen Non-Hodgkin Lymphome (DSHNHL) eine Studie für sehr alte Patienten über 80 Jahre durch. Es wird dabei die Machbar¬keit einer Kombinationstherapie aus Bendamustin und Rituximab überprüft. Eine erste Auswertung ist in Vorbereitung.

Weitere Informationen unter: http://www.kompetenznetz-lymphome.de oder http://www.dshnhl.org

Letzte Änderung: 02.02.2017 Zeit: 0,208 s