INSTITUT FÜR MEDIZINISCHE INFORMATIK, STATISTIK UND EPIDEMIOLOGIE

Der Leipziger Gesundheitsatlas (LHA)
Leipzig Health Atlas (LHA)

Der „Leipzig Health Atlas“ (LHA) stellt einer breiten Nutzergemeinde einen multifunktionalen und qualitätsgesicherten Atlas zur Verfügung. Der Atlas basiert auf umfangreichen Daten, Methoden und Erfahrungen aus klinischen und epidemiologischen Studien, aus systemmedizinischen Forschungsverbünden, aus bioinformatischen Methodenprojekten und aus ontologischen Forschungsvorhaben unserer Projektpartner in Leipzig.

Mit dem LHA wird eine Ontologie-basierte Plattform aufgebaut, mit der Metadaten, Studiendaten und Modelle aus verschiedenen klinischen und epidemiologischen Studien sowie systemmedizinischen Forschungsprojekten integrativ und unter Nutzung von Ontologien semantisch beschrieben zur Verfügung gestellt werden. Dadurch wird eine Fülle anwendungsorientierter innovativer Analysemethoden zur Ermittlung von neuen Phänotyp-Profilen, diagnostischen Klassifikatoren, Risikoprofilen sowie Instrumenten zur Modellsimulation von biologischen Prozessen zur Verfügung gestellt. Der LHA erlaubt die integrative Zusammenführung, Analyse und Modellierung der komplexen Daten der Systemmedizin und ermöglicht somit ein tieferes Verständnis von Pathophysiologie und Heterogenität von Erkrankungen und neue diagnostische und therapeutische Ansätze.

In der ersten Förderperiode (2016 – 2019) des BMBF-geförderten Projekts (e:Med, i:DSem) konnten wir nachweisen, dass unsere webbasierte Plattform Leipzig Health Atlas (LHA, www.health-atlas.de) geeignet ist, um (1) Methoden zur Verfügung zu stellen, um individuelle Patientendaten aus Publikationen für eine Weiternutzung zugänglich zu machen, (2) algorithmische Werkzeuge zur Phänotypisierung und Risikoprofilerstellung zu präsentieren, (3) Werkzeuge zur Durchführung dynamischer Krankheits- und Therapiemodelle interaktiv verfügbar zu machen und (4) strukturierte Metadaten zu quantitativen und qualitativen Merkmalen bereitzustellen. Das Projekt deckt damit die wichtigsten Kriterien der i:DSem-Maßnahme des BMBF ab, die von der semantischen Datenintegration und dem Annotation Mining bis hin zum Design und der Implementierung von Modellen in der Systemmedizin reichen.