Ermittlung von prognostischen Faktoren für Therapienebenwirkungen
In der Tumorforschung steht das Behandlungsergebnis im Mittelpunkt des Interesses. Obwohl bekannt ist, dass Nebenwirkungen der Chemotherapie und eine damit verbundene schlechtere Protokolladhärenz die Therapieergebnisse kompromitieren können, ist die Entstehung von Nebenwirkungen oft kaum untersucht. Typischerweise wird die zu applizierende Chemotherapiedosis auf die Körperoberfläche des Patienten bezogen. Dieses Vorgehen unterstellt eine nahezu identische Chemosensitivität der Patienten. Die beobachtete Heterogenität in Bezug auf die auftretenden Nebenwirkungen und insbesondere auf die Hämatotoxizität zeigt, dass es vermutlich patienten-, tumor- und therapiebezogene Prognosefaktoren für Nebenwirkungen gibt. Aufgabe dieses Projektes ist es daher geeignete biometrische Modelle zu entwickeln, welche die Hämatotoxizität vorhersagen können, um die Therapie im Vorfeld besser planen zu können.
Im Rahmen dieses Projekts ist der Haematotoxcalculator entwickelt worden. Nähere Informationen über ihn sind in englisch auf der Website des KML zu finden.
Publikationen
Wunderlich A, Kloess M, Reiser M, Rudolph C, Truemper L, Bittner S, Schmalenberg H, Schmits R, Pfreundschuh M, Loeffler M; German High-Grade Non-Hodgkin's Lymphoma Study Group (DSHNHL).
Practicability and acute haematological toxicity of 2- and 3-weekly CHOP and CHOEP chemotherapy for aggressive non-Hodgkin's lymphoma: results from the NHL-B trial of the German High-Grade Non-Hodgkin's Lymphoma Study Group (DSHNHL).
Ann Oncol. 2003 Jun;14(6):881-93.
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| Letzte Änderung: 27.07.2009Redakteur: |