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INSTITUT FÜR MEDIZINISCHE INFORMATIK, STATISTIK UND EPIDEMIOLOGIE English Website

Betreuung der Website des Kompetenznetzes Maligne Lymphome

Die KML-Website ist die größte im CMS verwaltete Website. Sie wird seit 2001 gepflegt und besitzt derzeit über 3000 Objekte. Sie ist auch die Website mit den größten Zugriffzahlen.

Motivation

In einem verteilten Forschungsnetzwerk ist es von großer Bedeutung, eine zentrale Arbeitsplattform zur Integration der Partner und der benötigten Anwendungen bzw. Datenbestände zu betreiben. Durch den Aufbau eines modernen Informations- und Kommunikationsportals werden heterogenen Zielgruppen (darunter Netzwerkpartnern, externen Fachleuten und praktischen Spezialisten) zentrale Dienste und Informationen zur Verfügung gestellt. Beispielhaft wurde eine solche Plattform für die Krankheit der Malignen Lymphome implementiert. Dabei stehen insbesondere die Aktualität und die Qualitätssicherung der Inhalte im Vordergrund.

Während gedruckte (Fach-) Literatur im Allgemeinen einen gewissen Qualitätsstandard erfüllt, ist dies bei Internetdokumenten nicht immer der Fall. Um jedoch als Referenz für wissenschaftliche Forschungsarbeiten akzeptiert zu werden, müssen Internetdokumente dasselbe Qualitätsniveau anstreben. Dies erfordert die Erarbeitung und Durchsetzung verbindlicher Kriterien für die Qualität von Internetinformationsangeboten und die Definition klarer Arbeitsprozesse und Verantwortlichkeiten. Die Qualität von Internetdokumenten lässt sich anhand folgender Merkmale bestimmen:

  • Inhalte: Aktualität, Qualität (-ssicherung) und angemessene Quantität (Pflichtinhalte)
  • Anbieter: Transparenz von Informationsanbietern und -quellen
  • Sicherheit: Schutz persönlicher Daten, Sicherheit der Systeme Zielgruppe: Personalisierung, Benutzerfreundlichkeit und Barrierefreiheit
  • Technik: Technische Qualitätskriterien (Validität, Codegüte, Verwertbarkeit, Konsistenz)

Die Basis der Informationsplattform ist ein Content Management System (CMS) zur technischen Verwaltung der Daten. Darauf aufbauend wurden zu jedem der obigen Punkte detaillierte Konzepte entworfen und implementiert, z.B. Arbeitsanweisungen für den alltäglichen Betrieb, Schulungsunterlagen und Qualitätshandbücher für Redakteure, Formulare und Skripte zur Automatisierung von Arbeitsgängen sowie Kooperationen mit nationalen Standardisierungsgremien.

Im Rahmen einer netzwerkübergreifenden Qualitätsoffensive wird derzeit eine Online-Befragung der Anwender mit Blick auf die inhaltliche und technische Akzeptanz des Informationsportals durchgeführt. Parallel dazu werden die anonymen und die personalisierten Zugriffe auf Basis der Protokolldateien statistisch ausgewertet. Die daraus gewonnen Erkenntnisse sollen in die strukturelle Präsentation des Portals einfließen.

Zielsetzung

Hauptziel ist die nachhaltige, qualitativ hochwertige Präsentation des Forschungsnetzes im Internet. Da in einem medizinischen Verbund Forscher fach- und standortübergreifend zusammenarbeiten, muss die Informationsplattform eine intuitive Bedienbarkeit für Anwender bieten, sichere Kommunikationswege besitzen, standardisierte Datenformate unterstützen und die Integration von Softwareapplikationen zur einer ganzheitlichen Plattform ermöglichen.

Vorgehen

Die Website wird im produktiven Duerbetrieb ständig weiter verbessert.

Projektleiter

Tel.: +49 341 97 16113
Fax: +49 341 97 16169
Postanschrift: Matthias Löbe
Universität Leipzig
Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie
Härtelstraße 16-18
04107 Leipzig

Mitarbeiter

Beteiligte Personen und Partner

Status und Meilensteine

Status

Der Einsatz eines CMS stellt eine solide Grundlage für die Präsentation statischer Inhalte einer Informationsplattform dar. Das volle Potential des WWW lässt sich jedoch nur durch den Einsatz erweiterter Beschreibungssprachen nutzen. Heutige Inhalte sind maschinell nicht verarbeitbar, derzeit limitieren fehlende Metadaten und Zugriffsschnittstellen die weitergehende Verwertung von Inhalten. Relationale Beziehungen zwischen Web-Objekten sind nicht definiert und semantisch fundierte Terminologien werden gerade erst entwickelt. Unsere Arbeit zielt auf ein verteiltes, webbasiertes Informationsmanagement durch die Nutzung von Technologien wie XML, RDF/S, OWL, SOAP, WebDAV und Web Services, im Einzelnen:

  • Strukturierung und verteilte Annotierung von Web-Dokumenten für Gesundheitsinformationssysteme im Hinblick auf Qualität, langfristige Verwertbarkeit und Austauschbarkeit
  • Semantische Suchverfahren und -methoden, themenbasierte und personalisierte Suche, Integration in bestehende Portale
  • Dienstleistungen (WebServices) autonomer Agenten in einem semantischen Netzen unter Verwendung moderner Kommunikationsprotokolle
  • Untersuchung der Möglichkeiten von Content Syndication (Einbindung externer Inhalte/ Export eigener Inhalte) am Beispiel einer zentralen Seite für Pressemitteilungen, Termine, Newsletter u.a. aller medizinischen Kompetenznetze
  • Empfehlungen für die Verwendung semantischer Metadaten über Dokumente (Dublin Code), Klassifizierung des Inhalts (PICS), der Seriosität und Glaubwürdigkeit von Inhalten (HONcode)
  • Automatisierte Konsistenzchecks zur Vermeidung ungültiger Referenzen unter Beachtung temporaler und kontextsensitiver Aspekte
  • Agentenbasierte, adaptive Auswertung der Nutzung von Informationsdiensten und Erstellung von Profilen und zur Optimierung der topologischen Struktur

Meilensteine

  • 06/2010: Personenlinks zur Vita und Glossar für medizinische Fachbegriffe aus dem Bereich der Lymphome wurden implementiert
  • 02/2009: Relaunch der KML-Website mit erweiterten Inhalten und neuem Design
  • 12/2006: Freischaltung der Suche nach Behandlungszentren
  • 11/2005: Das KML erhält das afgis-Logo.
  • 09/2004: Freischaltung der englischen Seiten
  • 09/2003: Kompletter Neuaufbau der Webseiten
Letzte Änderung: 16.08.2011Redakteur: