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INSTITUT FÜR MEDIZINISCHE INFORMATIK, STATISTIK UND EPIDEMIOLOGIE English Website

System-basierte Prädiktoren für das biologische und klinische Verhalten von Gliomen
System-based predictors for the biological and clinical behavior of gliomas (SYS-Glio)

Im Rahmen des E:med Verbundes Sys-Glio übernimmt das IMISE Aufgaben im Zusammenhang mit der Validierung von innovativen Biomarkern an den Patienten des German Glioma Networks (GGN) im Rahmen von Arbeitspaket WP2B. Das Teilprojekt WP2B dient als zentraler Knotenpunkt für die klinische Evaluation von neuen diagnostischen, prognostischen und prädiktiven molekularen Biomarkern und patho¬mechanistischen Modellen, die sich aus der integrativen bioinformatischen Auswertung und der daran anschließenden systembiologischen Modellierung auf Basis der im Konsortium durchgeführten Hochdurch¬satz¬analysen ergeben.

Es erfolgten umfangreiche Datenbankabfragen der GGN-Datenbank zur Identifikation geeigneter Patienten. Es wurden Patienten mit Operation des Primär- und Rezidivtumors recherchiert und die Verfügbarkeit von Tumorgewebe und Blut der Tumoren geprüft. Der Abgleich der Probenbank in Düsseldorf mit der GGN-Datenbank wurde initiiert. In einer zusätzlichen Kohorte von 138 Patienten mit WHO-Grad 2-3 Gliomen (Low-Grade) des GGN wurden in einer kombinierten bioinformatischen Analyse die Genexpressions-, DNA-Methylierungs- und Array-CGH-Daten ausgewertet. Die Patienten wurden hinsichtlich ihrer molekularen Charakteristiken klassifiziert und können in mehrere molekulare Subtypen unterteilt werden. Die Subtypen wurden bezüglich molekularer Mechanismen ihrer Entstehung und Progression untersucht, wobei Mutationen (z.B. des IDH1-Gens), Zellulärer Background (Astrozytome vs. Oligodendrogliome) und Methylierungs-Muster wichtige Unterscheidungskriterien liefern.

Die Arbeiten werden fortgesetzt und sollen in der Perspektive hochgradige Gliome miteinschließen.

Mitarbeiter

  • Matthias Reusche
  • Dr. Hans Binder (IZBI)
  • Dipl.-Bioinf. Edith Willscher (IZBI)
  • Prof. Dr. Michael Weller (Universitätsspital Zürich, Schweiz)
  • Prof. Dr. Guido Reifenberger (Institut für Neuropathologie, Universitätsklinikum Düsseldorf)
  • Prof. Dr. Andreas von Deimling (Institut für Neuropathologie, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)
Letzte Änderung: 02.02.2017 Zeit: 0,138 s